Simulationsrechnungen

Als Mitglied im Verein zur Förderung der Ingenieurmethoden im Brandschutz (VIB) arbeiten wir aktiv an der ständigen Optimierung ganzheitlicher Brandschutzkonzepte. Simulationsrechnungen sind hier ein hervorragender Weg, verschiedene Ansätze vorab auf ihre Tauglichkeit zu prüfen.

Eingesetzte Berechnungsprogramme:

Zur dynamischen Beschreibung des Brandgeschehens werden anerkannte Rechenverfahren wie z.B. Wärmebilanzrechnungen (Strömungsmechanik, Thermodynamik) verwendet.

MRFC:

Das Programm Multi Room Fire Code (Arbeitsgemeinschaft Brandsicherheit, Technische Universität Wien, 2003) ist ein Mehrraum-Mehrzonen-Modell. Bei diesem wird der zu untersuchende Raumbereich in mehrere Zonen unterteilt, für die homogene Bedingungen angenommen werden. Üblicherweise sind dies eine Rauchgasschicht und eine untere Schicht für jedes berücksichtigte Raumsegment.

Feldmodelle:

Das Programm FDS (Fire Dynamics Simulator) wurde in den USA am National Institute of Standarts and Technology (NIST)  in Kalifornien entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein Feldmodell zur Berechnung von brandinduzierten Strömungen in dreidimensionalen Räumen. Zur Visualisierung der Berechnungsergebnisse dient das Programm Smokeview. In FDS wird das betrachtete Bauvorhaben in eine Vielzahl von Zellen aufgeteilt. Für jede dieser Zellen werden für jeden Zeitschritt die jeweiligen Zustandsgrößen wie Gastemperatur, Strömungsgeschwindigkeit, Schadstoffkonzentration etc. berechnet. Hierdurch sind detaillierte Aussagen möglich, was insbesondere bei komplexen Raumgeometrien vorteilhaft ist.